Mit einer feierlichen Zeremonie in der Kaserne „Boro Menkov“ in Kumanovo wurde heute die sechsjährige Mission des SEEBRIG-Kommandos in der Republik Nordmazedonien offiziell beendet.
Das Kommando wird in der kommenden Zeit nach Istanbul in die Republik Türkei verlegt.
An der Zeremonie nahmen Verteidigungsminister Vlado Misajlovski, Generalstabschef der Armee der Republik Nordmazedonien Sashko Lafchiski, Vertreter des diplomatischen Korps sowie Delegationen der Mitgliedstaaten der Initiative teil.
SEEBRIG-Kommandeur Brigadegeneral Bilbil Bitri erklärte, dass der Abschied von Kumanovo mit gemischten Gefühlen verbunden sei und betonte, dass die Stadt in den vergangenen sechs Jahren weit mehr als nur der Standort des Hauptquartiers gewesen sei.
„In den vergangenen sechs Jahren war Kumanovo mehr als nur der Standort unseres Hauptquartiers – es war unser Zuhause.“ Mit diesen Worten bedankte sich Bitri bei der Regierung, dem Verteidigungsministerium, der Armee, der Gemeinde Kumanovo und den Bürgern für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft.
Er betonte, dass während des Aufenthalts in Nordmazedonien die multinationale Interoperabilität, die regionale militärische Zusammenarbeit und die Partnerschaften zwischen den Teilnehmerstaaten gestärkt worden seien.
„Auch wenn das Hauptquartier verlegt wird, werden die in diesen sechs Jahren entstandenen Freundschaften und Partnerschaften bestehen bleiben. Kumanovo und Nordmazedonien werden von nun an immer einen besonderen Platz in der Geschichte von SEEBRIG einnehmen.“
Verteidigungsminister Vlado Misajlovski erklärte, dass die heutige Zeremonie das Ende eines erfolgreichen Kapitels markiere, in dem Nordmazedonien Gastgeber des SEEBRIG-Kommandos gewesen sei.
„Sechs Jahre voller Erfolge, gestärkten Vertrauens und Partnerschaften sowie neuer dauerhafter Freundschaften. Das ist SEEBRIG! Eines der erfolgreichsten Beispiele regionaler Verteidigungszusammenarbeit.“
Er hob hervor, dass die Präsenz des Kommandos in Kumanovo weit über eine organisatorische Verpflichtung hinausgegangen sei und die Beziehungen zwischen den Teilnehmerstaaten zusätzlich gestärkt habe.
„Auch wenn wir uns heute vom SEEBRIG-Kommando in Kumanovo verabschieden, wird unsere Zusammenarbeit von seinem neuen Standort in Istanbul aus fortgesetzt. Unser Beitrag zu den Aktivitäten der Brigade geht weiter, denn dieses regionale Projekt ist für uns alle von enormer Bedeutung.“
Auch der griechische Botschafter und Vorsitzende des SEDM-Prozesses, Eleftherios Angelopoulos, sprach bei der Veranstaltung und bezeichnete den erfolgreichen Einsatz von SEEBRIG in Kumanovo als Beweis für die Stärke regionaler Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für Frieden und Stabilität.
„Heute ist nicht nur eine Abschiedszeremonie, sondern auch eine Gelegenheit, über unsere gemeinsamen Erfolge nachzudenken und unser gemeinsames Engagement für regionalen Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit zu bekräftigen.“
Das SEEBRIG-Kommando war seit August 2020 in der Kaserne „Boro Menkov“ in Kumanovo stationiert, nachdem Nordmazedonien die Rolle des Gastgeberlandes übernommen hatte.
In den vergangenen sechs Jahren arbeiteten dort Offiziere aus mehreren Mitgliedstaaten gemeinsam an der Planung, Ausbildung und Koordinierung multinationaler Aktivitäten zur Stärkung der regionalen Sicherheit und militärischen Zusammenarbeit.
SEEBRIG wurde 1999 im Rahmen des South-Eastern Europe Defence Ministerial (SEDM) gegründet.
Mitglieder sind Albanien, Bulgarien, Griechenland, Nordmazedonien, Rumänien und die Türkei. Ziel der Brigade ist die Stärkung von Vertrauen, Interoperabilität und Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der Region sowie die Bereitschaft zur Teilnahme an Friedens- und humanitären Einsätzen unter internationalem Mandat.
Nach sechs Jahren in Kumanovo wird das Kommando erneut nach Istanbul verlegt, von wo aus es seine Aktivitäten fortsetzen wird.

